Freitag, 10. Oktober 2008

Auf Ihr wohl Gemeinde (Grafling)

Also - vor fast zwanzig Jahren meinte ich, nach Niederbayern ziehen zu müssen. Die erste Gemeinde wo ich ein sehr schönes Haus zum Mieten fand war Grafling. Dort lebten wir fast 3,5 Jahre lang, bis wir ein Haus zum kaufen in einer anderen Gemeinde fanden.

Das Graflinger Tal ist ja eine sehr schöne Gegend. So lag es irgendwann in 2002 nahe, dort ein Grundstück in einem neuen Industriegebiet zu erwerben.

Zwischenzeitlich hat sich jedoch die Planung verschoben, so daß wir aufgrund fehlender schneller Internetverbindung zum Einen, und eingestellter Produktion zum Anderen, kein Grundstück in einem Industriegebiet mehr benötigen.

Und da geht der Streß los. Aufgrund des umfangreichen trickreich erstellten Kaufvertrages von Herrn Notar Prof. Dr.Dr. G.......ck haben wir uns eine Baupflicht binnen 5 Jahren eingehandelt.

Daher boten wir das Grundstück vertragsgem. der Gemeinde Grafling zum Rückkauf an. Diese lehnte ab und verwies darauf daß die Gemeinde keine Mittel zum Kauf hätte.

Ich zitiere hier aus dem Schreiben vom 9.10.2006:

"" Sehr geehrte xxxx xxxx,
der Gemeinderat Grafling hat in seiner Sitzung am 04.10.2006 über Ihren Antrag auf Rückkauf des Grundstückes Fl.Nr. (xx) Gemarkung xx beraten und beschlossen vom gemeindlichen Rückkaufsrecht keinen Gebrauch zu machen.
Begründet wurde diese Entscheidung mit der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde.
Falls Kaufinteressenten an die Gemeinde herantreten, werden wir Sie selbstverständlich informieren.
Ich bitte um Ihr Verständnis,
Mit freundlichen Grüßen
xx
Erster Bürgermeister

Ende Zitat""

Als unbekümmerter Bürger nimmt man doch an, daß ein solches Schreiben der Gemeinde seriös und verbindlich ist.

Darauf hin versuchten wir das Grundsütck zu verkaufen, nach 2 Jahren hätten wir auch einen Käufer gehabt. Nur dann kam das böse Spiel der Gemeinde Grafling zum Vorschein.

Zwar hat die Gemeinde die Baupflicht verwirkt, da sie binnen der vertraglichen Frist nicht per eingeschriebenem Brief den Rückkauf gelten gemacht, nur falls das Grundstück aber verkauft wird, lebt diese Baupflicht wieder auf. Und somit eine alternative Schadensersatzpflicht von über 30,-- EUR pro qm Fläche.

Ob das so ist, ist jedoch aufgrund der trickreichen Notariatsformulierung nicht klar. Klar ist aber, daß der Verkauf nicht stattfinden kann und wir somit weiterhin unsere Zinsen für nix und wider nix jeden Monat zu bezahlen haben.

In meinen Augen ist der Brief und das Verhalten der Gemeinde eine arglistige Täuschung. Denn uns wurde vorgegaukelt, wir könnten das Grundstück jetzt endlich frei verkaufen, bzw. die Gemeinde würde sogar noch so nett sein, eventuelle Interessenten an uns zu verweisen. Alles Lüge. Schließlich hat die Gemeinde selbst in dem Gebiet noch weitere unverkaufte Gewerbegrundstücke.

Auf ein Schreiben des Notars von Anfang August wurde nur erwidert, dass der Gemeinderat erst im September wieder tagen würde. Jetzt ist der 10te Oktober und die Gemeinde hat es immer noch nicht für nötig gefunden, zu antworten.

Meine Bemühungen den Bürgermeister telefonisch zu erreichen sind seit Tagen fruchtlos.

Warum ich das ganze schreibe:

Es kotzt mich an:

Die Politiker lügen, ohne rot zu werden. Zynisch ist dann das Wahlplakat der FDP anl. der Landtagswahl 2008 hier in Bayern:

Erst der Bürger, dann der Staat".....

Hahha haha...w

Waldunternehmer

Also hier hätte ich noch was zum Thema "des Weges lagern". Vor einigen Wochen erhielten wir ein Schreiben einer Land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherung Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben.

Wir wohnen ja hier mitten im Wald, d.h. ca. 400 m vom Waldrand entfernt, umringt von Bäumen. (Mehrere Bäume = Wald)

Ja - wir seien daher Waldbesitzer und als solcher wären wir ein Unternehmen der Wald- und Forstwirtschaft.

Also erst einmal haben wir das Schreiben gar nicht beachtet, da wir dachten, dies könne nur ein Irrtum sein. Wir sind mit unseren paar qm Wald sicherlich nicht als Unternehmer tätig. Bis heuer haben wir unser Brennholz immer aus Tschechien gekauft - da dies billiger ist als hier in Niederbayern. Weder haben wir einen Baum gefällt, noch welche angepflanzt.

So jetzt sollen wir also Unternehmer sein. Toll - gleich mal beim Finanzamt nachgefragt, ob wir dadurch auch in den Vorteil des Vorsteuerabzuges für unseren Haushalt kommen . Pustekuchen -nix.

Der Staat schaffts mal wieder, einen mal schwanger werden zu lassen, dann halbschwanger oder gar nicht. Ganz wie es ihm für seine Gebühren- und Steuereinnahmen passt. Der Bürger ist halt immer der Dumme.

Was die Spitze aber ist, ist die rückwirkende Geltungsmachung der Gebühren dieser Berufsgenossenschaft. Keine Leistung erbracht - aber rückwirkend Geld kassieren.

Diese Monopole des Abzockens haben ja leider ein zähes Leben. Bei meinen Recherchen kam ich darauf, daß es diese lästigen Warzen in allen Branchen gibt und wie eine Warze auch ungefähr gleich beliebt sind.

So gibt es von verschiedenen tapferen Unternehmern immerhin den seit Jahren versuchten Versuch, bei der EU eine Klage einzureichen. Das kann dauern.

Ob´s hilft, die Bäume platt zu machen und das ganze dann Wiese zu nennen, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Sicherlich gibt es auch eine Feld- und Wiesen Berufsgenossenschaft für Wiesen-Unternehmer. Nicht zu verwechseln, mit denen auf dem Oktoberfestgelände zu Munich.

Moses kam nicht, dafür kommt Horst.

Jetzt ist genau das eingetroffen, über was ich im April d. J. bereits geschrieben habe. Die abgehobenen CSU Häuptlinge haben so´eine Klatsche bekommen, da denken die auch in 4 Wochen darüber nach.
Bruno Jonas, sagte in Bayern 3: Jetzt wollten SIe den Moses, gekriegt haben sie den Seehofer. Das klingt lustig, ist es sicherlich auch. Der Seehofer ist doch so einer, der seit Jahren zu allem JA sagt, hinterher aber nichts tut. Bestes Beispiel ist doch die Lebensmittel-Ampel Kennzeichnung.
Na ja, jetzt ist er ja weg in Berlin und daüfr der neue Kurfürst von Bayern.
Und ja - die Linke sind gottseidank auch nicht in den Landtag gewählt worden. Dafür die Freien Wähler. Das sind doch vermutlich oft ehemalige CSU ler unter anderer Fahne. Leider erkenne ich in den Wahlprogrammen auch keinen großartigen Unterschied zu dem der CSU.

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Wegelagerer lauern überall

Also nach längerer Zeit raffe ich mich mal wieder auf, über die Freuden und Trostlosigkeiten dieser Welt niederzuschreiben.

Eigentlich leben wir ja nicht nur auf dieser Welt. Wir leben in mindestens vielen Welten, denn eine Welt reicht gar nicht aus, was der Mensch in wenigen Wochen so niederwalzt.

Aber dazu komme ich später - viel wichter finde ich die vielen Wegelagerer an unserer täglichen Strecke des Lebens.

Ein solcher Wegelagerer ist ja seit 1.1.2008 die ZPÜ - das ist so eine Organisation, die unter Berufung auf das Urheberabgaben Recht Geld kassiert für alle verkauften Geräte- und Speichermedien. Darunter fallen neuerdings auch Abgaben für interne- und externe Festplatten, Blue-ray Rohlinge, USB-Sticks und Speicherkarten, Audiokassetten ebenso, wie MP3 Player, Sat-Receiver, wohl gemerkt für Dinge wo keinerlei Inhalte drauf sind.

Das kotzt mich an!

Warum müssen die Musiker, oder Filmer oder Schreiberlinge denn ein Leben lang, und ihre Erben auch, Gelder kassieren, für eine Leistung, die sie einmal gemacht haben.

Das ist totaler Irrsinn.


Vergleichen wir doch nochmals das Werk eines Schreiners, mit dem Werk eines Musikers.

Der Schreiner gestaltet eine Tür, bzw. lässt die CAD Software das für ihn tun, konstruiert das Ding zum Rein-und Rausgehen und baut sein Werk dann beim Kunden ein.

Er stellt eine Rechnung und Schluß ist. Alle sind zufrieden. Der tapfere Schreiner hat sein Geld, der Bauherr seine Tür und ist glücklich, daß das Loch auf seiner Baustelle endlich geschlossen ist.

Aber oh Weh, 4 Wochen später bekommt er wieder Post von der STUAO. (STUAO= Schreiner-Türen-Urheber-Abgaben-Organisation)
Diese verlang rückwirkend ab dem Tag des Einbaues eine Lizenz für das Benutzen der Tür. Sagen wir mal pro Rein- oder Ausgang eines Mitbewohners einen Satz von 1% auf den Verkaufswert. Ein enstprechendes Formblatt liegt bei, da muss man nur noch die Anzahl der Husbewohner und deren Türbenützungen, sortiert nach Eintritte- und Ausgänge angeben.

Sie sagen sich ich spinne ? Ja moi, aber wo ist denn jetzt der Unterschied zu einem Musikus, der seinen Computer anwirft, nur um ein paar Töne aufzunehmen? Der kassiert doch einmal Geld aus dem Verkauf der Musik in Form von CD, DVD (mit Liveauftritt), aus dem Download (legal natürlich) und dann noch hinterher als Author aus Gema, ZPÜ und anderen die am Wege lagern.

Er kassiert immer wenn das Stück im Radion gespielt wird usw. Bis er stribt, dann übernehmen die Erben für weitere Jahrzehnte das kassieren.

Warum also kann der Schreiner, der Maurer, der Handwerker nicht auch immer dann kassieren, wenn sein "Ding" das er herstellte, oder erbaute, benutzt wird?

Das ist also der ganze Wahnsinn rund um die Gemas und ZPÜs und andere sog. Verwertungsgesellschaften. Einmal a bisserl was tun und für immer kassieren. Das ist einfach nicht gerecht.

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