Donnerstag, 10. August 2006

Myamar, Deutschland, Iran, China, wer noch?

Vielen Staaten ist das Internet ein Dorn im Auge. Schließlich entstehen so jeden Tag 10.000ende Bloggs, die auf freie Meinungsäusserung setzen.

Da gibt es Staaten wie Iran, wie Myamar, China, Saudi-Arabien und jetzt halt auch bald Deutschland, die bestimmte Seiten, Links, Verbindungen staatlich unterbinden wollen um die Interessen des Staates durchzusetzen.

So hat Deutschland jetzt mit Sportwetten ein Problem. Das Monopol wir mit Zähnen und Klauen verteidigt, auf Teufel kommraus. Egal was die EU Kommision, EU-Gerichte sagen, dem deutschen Staat ist das wurscht. Erst einmal werden Tatsachen geschaffen. Dann kann man später immer noch einlenken.

Der alte Fritz hat ja seinerzeit schon seine Kriege mit Lotto/Wetten finanziert, und die Regierung braucht halt Geld. Viel Geld. Da ist jedes Mittel recht.

Bezeichnenderweise hat ein Herr Staupe, seines Zeichens Innenstaatssekretär zu Sachsen im Falle bwin oder betandwin jetzt gesagt (Zitat aus Spiegel.de):

"Eine behördliche Genehmigung besteht weder in Sachsen noch in einem anderen Bundesland." Notfalls könnten die Landesmedienanstalten Internet-Angebote des Unternehmens auch mit technischen Mitteln blocken, erklärte Staupe.

Das ist schon bemerkenswert - also werden jetzt auch komerzielle Seiten, die EU Recht genügen, aber den Monopolinteressen der Bundesrepublik Deutschland nicht, blockiert. Wie in den anderen Staaten halt auch. Wie in Myamar, in Saudi-Arabien, im Iran, in China.

Ich frage mich hier wirklich, warum steht hier niemand auf und sagt was. Jemand mit Vernunft und Weitsicht, oder lassen wir uns immer weiter alles gefallen.

Und Beckstein natürlich geht noch weiter und will jetzt auch noch die Geldflüsse kontrollieren, so ab einem Einsatz von EUR 3,50 bei bwin oder jemand anderem landet man dann als Straftäter im Bayr. Innenministerium und wird verfolgt. Am nächsten Morgen steht dann die Neue Staatspolizei für Wettüberwachung am Bett und nimmt den Übeltäter gleich mit nach Stadelheim oder in die JVA Straubing. Dort wird dann verhört. Wem das noch zu milde erscheint, der kann dem Beckstein ja mal eine Lösung a la Guantanamo vorschlagen. Die Grenzen sind ja eher fließend.

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